rhythmtalk

San Diego,
17. Oktober 2007

Hi All,
Well, I loved you photo of your safe return in Zurich. It seems a bit too quiet around here. I miss you all. Thanks again for such a wonderful experience. I am looking forward to reuniting with you for some more crazy experiences.

Faith, Majolet Dance Collective

Im Flugzeug, 2 Stunden vor Zürich,
Sonntag, 14. Oktober 2007

Hallo zusammen

Wir haben die letzten zwei Tage praktisch gar nichts geschlafen. Donnerstag und Freitag waren noch diverse Konzerte im Poway Theatre angesagt.

Zuerst natürlich wieder die ganze Technik ausleihen, die Instrumente aufstellen. Das Setting braucht immer seine Zeit. Bereits am Donnerstag ein erstes grosse Konzert. Einfach phänomenal wie die Amis auf unsere Musik reagieren!

Am Freitag morgen hatten wir eine Schülervorstellung in Poway Theatre. Danah kam Faith und meinte um 15 Uhr käme noch rasch eine Percussions-Klasse vorbei. Die wolle etwas zuschauen ... . Wir haben dann das Ganze nochmals in eine Teaching-Lesson umgewandelt und gleichzeitig nochmals geprobt.

Die Schlussvorstellung am Freitag Abend war wirklich der Höhepunkt – es war einfach irrsinnig und die absolute Steigerung dieser drei Wochen. Leider konnten wir das gar nicht so richtig on stage feiern. Um 22 Uhr war das Konzert fertig und um 23 Uhr mussten wir das Theater bereits geräumt haben ...

Dann mussten wir das ganze Material noch separieren, alles wieder in die verschiedenen Kisten und Verpackungen einpacken und anschreiben, was zu wem kommen wird. Natürlich war auch in Faith Haus eine Riesen-Party im Gange. Faith Mutter hat gebacken, feine Apéritiv-Häppchen und delikate Drinks. Wir mussten aufpassen, dass wir vor lauter Party nicht vergessen, welches Material nun zu Sonor oder nach  L.A. muss oder sonst wie abgeholt werden.

Abschied nehmen tat schon auch etwas weh. Wir haben drei intensive Wochen zusammen erlebt. Viele Höhepunkte auf den verschiedenen Bühnen ... nun haben die Tänzerinnen und Tänzer vom Majolet Dance Collectiv ein Problem – sie können nur noch ab CD tanzen, das ist viel langweiliger ...

Morgens um  3 Uhr sind wir mit unseren Kisten zum Flughafen nach San Diego gebracht worden. Beim Umsteigen in Philadelphia hatte Philipp grosses Pech: Beim Einchecken in San Diego haben sie irgend was falsch gemacht, er hatte nun plötzlich ein Ticket eines Giovanni sowieso aus Rom! Und sein Gepäck war auch nach Rom unterwegs! Da mussten wir mit unserem super-englisch zum Schalter und alles erklären. Zu guter letzt mussten wir komplett auschecken damit das geregelt werden kann. Wir hoffen nun, dass Philipps Koffer auch mit an Board sind ...

Wir sind total happy, es war ein unvergessliches Erlebnis für uns alle. Für Philipp besonders, weil er Stöff vertreten durfte.

Wir kommen alle gerne wieder nach Hause obwohl es wirklich schön war. Aber nun heisst es wieder warme Socken anziehen. Wir sitzen immer noch in den Flipflops im Flugzeug.

Bald wird es auch ein Wiedersehen mit dem Majolet Dance Collective geben. Sie kommen im Mai 2008 in die Schweiz. Vielleicht können wir gemeinsame Auftritte realisieren. Das wäre für uns bestimmt einfacher – insbesondere mit der Technik.

Dann haben wir auch sieben DVD’s im Gepäck. Geplant ist ein Kurz-Film über unsere Reise, ca. 15 Minuten. Beatrice Suter wird uns dabei – wie auch bei dieser Website unterstützen. Wir hoffen, dass er im Frühling Euch allen gezeigt werden kann.

En liebe Gruess a alli !

Noby, Ruedi und Philipp

Nachtrag: Philipps Koffer irrt am Mittwoch, 17. Oktober 2007 immer noch irgendwo zwischen Rom und Kloten herum. Das ist der Grund, wieso der Blogeintrag mit drei Tagen Verzögerung erscheint. Hoffe, Ihr nehmt uns das nicht übel.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Hallo zusammen! Bitte entschuldigt, dass wir so lange nichts von uns haben hören lassen. Wir waren in Lake Tahoe, das ist an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada, mehr oder weniger von der Zivilisation abgeschnitten. Wir hatten zum Teil nicht mal Empfang mit dem Mobiltelefon.

Tahoe ist eine sehr schöne Region, vom Wetter her aber etwas anderes als wir es uns von San Diego gewöhnt waren. Als wir dort angekommen sind hat’s sogar geschneit. Da mussten wir uns natürlich zuerst ein paar Pullover und dickere Socken kaufen. Die Gegend ist extrem touristisch und es wird dort sogar Ski gefahren. Die Fahrt von Tahoe nach Quincy war ganz speziell weil wir mit völlig abgenutzten Sommerpneus unterwegs waren. Ich bin selbst gefahren und ich muss zugeben, dass ich zum Teil schon grosse Angst hatte.

In Quincy sind wir dann bei Hope, der Schwester von Faith, aufgetreten. Sie hat in einer kleinen Kunstgalerie ihre Bilder vorgestellt und dazu gab’s eine kleine Weindegustation. Ab dem dritten Stück haben alle Leute begeistert zu unserer Musik mitgetanzt.

Wir waren dann noch in einer kleinen Bar und haben dort ganz spontan angefangen zu spielen. Am Schluss hatten wir alle Instrumente aufgestellt und alle in der Bar haben getanzt. Es war schon eindrücklich zu sehen wie offen und begeistert die Leute waren.

Wir durften feststellen, dass die Menschen im Norden eher über Politik reden und auch kritischer sind gegenüber der eigenen Regierung. Auf dem Weg zurück nach San Diego haben wir für eine Nacht in San Francisco halt gemacht und innerhalb sehr kurzer Zeit das typische Touristenprogramm durchgemacht; Golden Gate Bridge, Chinatown, Cable Car - das spezielle Tran, etc. Wir waren zwar nur kurz da, aber die Stadt hat uns sehr gut gefallen.

Am Mittwochnachmittag haben wir an einer Schule im Ocean Side gespielt. Unser Publikum waren Schüler bis ca. 18 Jahren und die haben dermassen vor Begeisterung gekreischt, man hätte meinen können wir seien an einem Tokio Hotel Konzert. Bei der Abendvorstellung sind dann noch die Eltern gekommen, aber die Reaktion und Begeisterung waren ähnlich laut wie bei den Kids.

Heute Morgen haben wir dann wieder eine Master Class von Faith unterrichtet. Die Schüler waren sehr interessiert und haben zum Teil auch Fragen gestellt.

Philipp und ich sind endlich in den Zoo gegangen und haben auch den ersten Hamburger in diesen drei Wochen gegessen. Die anderen sind ein letztes Mal an den Strand gegangen.

Ein grosser Unterschied hier zur Schweiz ist der ÖV. Der ist in grossen Teilen des Landes praktisch inexistent, hier ist der Individualverkehr das Mass aller Dinge. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, dass unsere jungen kreischenden Fans nach unseren Auftritten ins Auto steigen und nach Hause fahren.

Wir müssen jetzt für unseren letzten Auftritt aufstellen und alles nötige vorbereiten. Freitagabend treten wir ein letztes Mal in Poway auf bevor es am Wochenende Richtung Schweiz zurückgeht. Obwohl wir es hier sehr schön haben, freuen wir uns doch sehr darauf wieder zu Hause zu sein.

Ich hoffe, wir können uns vor unserer Abreise nochmals melden. Danke und bis bald, Euer Noby.

Veranstaltungshinweis

Hinweis auf unseren letzten Auftritt in Poway - Link.

Sonntag, 7. Oktober 2007 (SMS-Nachricht)

Hallo, wir sind zur Zeit unterwegs und haben keinen Internet-Zugang - unglaublich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ... Wir hoffen, dass wir am Montag oder Dienstag in einem Hotel in San Francisco wieder einen Anschluss finden und berichten können. Es läuft alles super, wenn auch sehr chaotisch.

Liebe Grüsse Noby

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Dienstagabend waren wir am Ocean Side im Norden bei der Präsidentin des Majolet Dance Collective für ein leckeres Barbecue eingeladen. Auch hier waren die Leute äusserst zuvorkommend und wir haben dann auch dort übernachtet.

Mittwochmorgen haben wir mit ein paar wenigen Perkussionsinstrumenten zwei Masterklassen unterrichtet. Es waren beides Highschool Klassen mit Schülern im Alter von ca. 16 Jahren, hauptsächlich Mädchen. Sie waren begeistert und haben immer wieder „it’s amazing“ gesagt.

Speziell sind hier die Schulhäuser: Weil praktisch jeder Schüler mit dem Auto zur Schule kommt, hat jede Schule ganz viele Parkplätze davor. Wenn ich mir das in Olten vorstelle...

Am Nachmittag sind wir dann an den Strand gegangen und haben dort bei einem Italiener, der einmal in der Schweiz gearbeitet hat, Pizza gegessen. Zu unserem Erstaunen haben wir im Hafen noch einen Pelikan und einen Seelöwen entdeckt.

Der Lebensstil der Amerikaner ist für uns speziell: zwar unternehmen sie viel. Sie nehmen sich aber wenig Zeit dafür und hetzen von Aktivität zu Aktivität.

Am Abend haben wir von 19 bis 21 Uhr vor einer Masterklasse unterrichtet. Dieses Mal war es eine College Klasse. Das waren zwei sehr anstrengende Stunden – allgemein hat der heutige Tag viel Kraft gekostet.

Morgen fahren wir um ca. 5 Uhr früh Richtung Quincy ab. Wir werden rund acht Stunden durch die Wüste fahren, worauf wir uns sehr freuen. Wir werden unterwegs in einem am See gelegenen kleinen Hotel übernachten. Am Freitag werden wir dann nochmals zwei Stunden fahren müssen, bis wir in Quincy im Norden von Kalifornien eintreffen.

Wir sind weiterhin sehr zufrieden mit allem; das Wetter, das Essen, unser Aufenthalt generell. Die Stimmung untereinander ist immer noch super. Stefan, der Bruder von Ruedi, ist inzwischen auch bei uns und hilft uns sehr. Weil er seit rund einem Jahr in den USA wohnt, kann er uns vor allem sprachlich unterstützen.

Ich hoffe, wir können auch in Quincy einen Computer mit Internetanschluss auftreiben und euch weiter auf dem Laufenden halten. An dieser Stelle möchten wir uns für die auf mailto:kommwerk@tic.ch eingegangen Kommentare ganz herzlich bedanken.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Wie gestern bereits erwähnt, hatten wir gestern einen freien Tag, den wir mit Shoppen und Flanieren verbracht haben. Ich habe mir dabei endlich eine Kamera gekauft und Zulli hat sich einen Ipod geleistet. Wir wollten dann noch in den berühmten Zoo von San Diego. Aber es hatte so viele Leute, dass wir sofort wieder umgekehrt sind. Wir haben später erfahren, dass an diesem Tag der Eintritt für alle gratis war. Alternativ haben wir dann das Raumfahrtsmuseum besucht. Für mich war es speziell, weil ich mich an die erste Mondlandung als damals achtjähriger noch gut erinnere.

Was wir sehr schätzen, ist die Tatsache, dass wir alle bei Leuten privat untergebracht sind und nicht in einem Hotel wohnen müssen. Dies ist vor allem dann ein Vorteil wenn’s ums Essen geht. Wir kommen teilweise um zwei oder drei Uhr früh heim und da können wir uns noch was kochen. Im Hotel wäre das wohl schwieriger... Philipp, Ruedi und Zuli wohnen im Wohnmobil direkt vor dem Haus und es gefällt ihnen gut.

Extrem gefreut hat uns die Begeisterung für unsere Musik und für dieses Projekt in Amerika. Wir wussten ja nicht so genau, wie das Projekt aufgenommen wird. Die Kalifornier sind im Vergleich zu Europa sehr offen für unsere Musik. Sie sind eine Spur spontaner. Zum Beispiel ist ein Zuschauer zu allen drei Konzerten der vergangenen Woche gekommen. Er war dermassen begeistert, dass er nach unserem dritten Auftritt mit Tränen in den Augen für dieses einmalige Erlebnis gedankt hat. Ein weiterer Herr, ein Bekannter von Faith, hat ihr nach unserem Auftritt vom Samstag spontan einen Check von 1'000 US Dollar überreicht.

Die Zusammenarbeit mit Faith und ihren Tänzerinnen und Tänzern läuft problemlos und sehr spontan ab. Wir waren extrem überrascht, als uns die Tanzgruppe nach unserem letzten Auftritt in San Diego bei den grossen Aufräumarbeiten geholfen hat. Es war schön zu sehen, wie alle das als Selbstverständlichkeit betrachtet haben. So was haben wir nach unseren Auftritten in der Schweiz noch nie erlebt.

Noch kurz etwas zur Mentalität der Menschen in Kalifornien: In unseren Gesprächen haben wir bemerkt, dass die meisten Menschen hier zu 100% hinter der amerikanischen Regierung und ihrem Präsidenten stehen. Sie sind extreme Patrioten, praktisch jedes Haus hier hat eine amerikanische Flagge im Garten.

Montag, 1. Oktober 2007

Heute hatten wir zum ersten Mal die Gelegenheit die Stadt San Diego richtig zu sehen. Wir haben etwas Zeit im Balboa Park verbracht und dann das gemietete Equipment retourniert. Anschliessend sind wir ein bisschen shoppen gegangen und sind durch Downtown San Diego flaniert.

Morgen gehen wir die Halle in Poway auskundschaften und der Mittwoch ist dann ein wichtiger und ausgefüllter Tag:  Wir unterrichten drei Klassen in drei verschiedenen Städten um möglichst viele Leute zu erreichen und das Interesse an unseren Auftritten ein wenig anzukurbeln. Wir hoffen, dass einige grosse Gruppen zu unseren Auftritten kommen werden. Drückt uns die Daumen!

Sonntag, 30. September 2007

Heute hatten wir endlich die Gelegenheit an den Strand zu gehen und ein bisschen Bräune zu tanken, und obwohl wir uns alle leicht verbrannt haben, war es super. Am Abend hatten wir dann eine hervorragende Schlussperformance in San Diego und mit Faith und ihrer Truppe hat alles super funktioniert. Es ist ein wahres Vergnügen mit ihnen gemeinsam auf der Bühne stehen zu dürfen.

Nach dem Auftritt hatten wir natürlich eine Menge Aufräumarbeiten; alle unsere Instrumente, unser ganzes Equipment und die Props der Tänzer mussten abgebaut werden, so dass wir erst sehr spät nach Hause gekommen sind.

Insgesamt kann man sagen, dass die drei Auftritte sehr gut verlaufen sind, die kleine Halle war jeden Abend gut gefüllt. Dem Publikum schienen unsere gemeinsamen Auftritte zu gefallen und wir erhielten an allen drei Abenden „standing ovations“. Wir haben jeden Moment sehr genossen, sind aber gleichzeitig froh wenn wir uns jetzt kurz erholen dürfen.

Samstag, 29. September 2007

Es läuft weiterhin alles sehr schön, nur mussten wir während der ganzen Woche hier und da ein paar Kleinigkeiten ausbügeln. Das hat uns leider Zeit für die gemeinsamen Proben gekostet. Die letzte Woche war also sehr intensiv, nun haben wir aber eine kurze Erholungspause von einem Tag.

Heute haben Faith und ich wieder eine Klasse unterrichtet, während die anderen ihre Batterien aufladen durften. Am Abend hatten wir dann einen weiteren tollen gemeinsamen Auftritt.

Freitag, 28. September 2007

Wir befinden uns mitten in unserer letzten Besprechung vor der Premiere von heute Abend. Nach knapp einer Woche perfektes Wetter ist es heute zum ersten Mal leicht bedeckt.

Heute Vormittag waren wir beim Fernsehen und haben dort verschiedene Stücke kurz vorgetragen. Weil wir keine Zeit für einen richtigen Soundcheck hatten, haben wir ein längeres Stück "playback" gespielt und Faith und ihre Truppe haben dazu getanzt.

Wir sind gut im Fahrplan drin, obwohl wir die kleine Verzögerung wegen den Transportschwierigkeiten mit den Ständern spüren. Man merkt halt, dass wir nicht alles nach Wunsch proben konnten.

So, ich sollte langsam wieder zur Besprechung zurück. Ein schönes Wochenende allerseits, Euer Noby.

Donnerstag, 27. September 2007

Hallo zusammen und danke fürs Reinschauen.

Den heutigen Tag haben wir mehrheitlich mit Proben verbracht. Und wie das halt so ist bei den letzten Proben, waren diese mehr oder weniger chaotisch. Die Stimmung untereinander ist weiterhin super, obwohl es zwischendurch kleinere Reibereien gibt. Aber es ist in so einer Situation ganz normal, dass mal der eine etwas nicht weiss oder ein anderes Mal jemand etwas auf eine andere Art und Weise machen will.

Wir haben bis in der Nacht um 3 geprobt und anschliessend friedlich zusammen Spaghetti gekocht und gegessen, bevor wir uns dann todmüde zurückgezogen haben.

Mittwoch, 26. September 2007

Heute haben wir den ganzen Tag mit Proben verbracht. Philipp ist ja kurzfristig für Christoph eingesprungen. Daher müssen wir uns noch etwas aneinander gewöhnen. Zudem müssen wir meine zwei neuen Stücke "Sculpt" und "Transparency", für die Faith neue Choreographien einstudiert hat, üben. 

Unser Techniker, Markus Zulliger, hat verschiedene Stellen bezüglich PA abgeklappert. Am Donnerstag soll's dann endlich klappen.

Falls Ihr uns schreiben wollt, freuen wir uns auf Eure E-Mails an mailto:kommwerk@tic.ch.

Merci für Euer Interesse, bis bald! Euer Noby

Dienstag, 25. September 2007

Wir sind nun seit drei Tagen hier in San Diego und fühlen uns wohl. Die Stimmung untereinander ist super und auch das Wetter passt. Auch gegessen haben wir bis jetzt immer sehr gut, Faith kocht für uns, zum Beispiel mexikanisch. Alles sehr lecker!

Zurzeit sind wir ein wenig am Rotieren, uns fehlt immer noch die PA-Anlage. Wir klappern nun alle möglichen Quellen ab, um zu sehen, wo wir eines auftreiben können. Auch hier unterstützen uns unsere verschiedenen Ausrüster, wo sie nur können. Merci auf jeden Fall an alle!

Es zeigt sich, dass in manchen Situationen nicht alle Denkprozesse und Abläufe gleich verstanden werden. Kommen die sprachlichen Hürden dazu. Da verlieren wir halt hier und da ein bisschen Zeit, weil nicht alles bis ins letzte Detail organisiert ist. Wir mussten heute zum Beispiel rund 100 Zimmer an der Universität durchkämen um Notenständer der Musikschule zu finden. Wir haben ja gewusst dass nicht alles perfekt ist, wenn wir starten. Aber das gehört dazu und wir denken nach wie vor positiv. 

Heute Vormittag hatte ich bereits meinen ersten kleinen Auftritt. Wir sind ganz spontan vor einer Klasse aufgetreten; Faith hat einen Tanz vorgeführt und ich habe zur Begleitung ein bisschen getrommelt. Dieser Auftritt war schlicht und unkompliziert und es hat alles prima geklappt.

Den Rest des Tages haben wir mit Proben verbracht. Wir wollen ja schliesslich bei unseren Auftritten eine Top-Performance bieten.

Danke für Euer Interesse und hoffentlich bis morgen, Euer Noby.

Montag, 24. September 2007

Hallo zusammen und herzlich willkommen zu unserem ersten Blogeintrag unserer Amerika-Tournee.

Bei unserem Flug von Zürich nach San Diego, mit Zwischenlandung in Philadelphia, hat alles prima geklappt. Wir sind alle problemlos durch die Kontrollen gekommen und auch die Instrumente und unser Gepäck haben die Reise schadlos überstanden.

Beim Material-Check am Sonntagabend mussten wir leider feststellen, dass bei den Instrumenten etwas gefehlt hat. Die Mitarbeitenden bei Sonor Deutschland waren sehr hilfsbereit und haben superschnell reagiert und uns express Ersatz versprochen. Dieser sollte innerhalb der nächsten 24 Stunden eintreffen. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle!

Sonst ist alles zu unserer vollsten Zufriedenheit. Wir sind hier in Poway, einem Vorort von San Diego, privat bei netten Leuten untergebracht. Die Gegend ist eine wohlhabende Gegend. Die Menschen sind alle sehr freundlich und zuvorkommend. Einzig das Wetter (sehr heiss) und die Pflanzen (sehr karg) waren ein Kulturschock für uns.

Heute Morgen haben wir einen Spaziergang gemacht und uns etwas umgesehen. Am Nachmittag haben wir bei Faith Jensen-Ismay die Instrumente aufgestellt, getunt, gestimmt und eingestellt. Ruedi Maurer wird zusammen mit Markus Zulliger sehen, was es für die Tontechnik noch braucht.

Unser Fazit nach einem Tag: Es läuft alles viel besser als erwartet! Danke fürs Interesse und bis morgen, Euer Noby.